Clara Zetkin und ihre Söhne

Biografischer Roman von Hartwin Gromes und Felix Huby

Dienstag, 18. Oktober 2022, 19:00 Uhr
STIFTUNG GEISSSTRASSE 7, STIFTUNGSSAAL, 1. STOCK

Ursprünglich sollte der Abend als Werkstattgespräch über die Entstehung eines Romans im Oktober 2021 stattfinden. Aufgrund der damaligen Coronasituation musste der Abend aber abgesagt werden. Nun wird der Abend als Lesung aus dem fertigen Roman und Gespräch stattfinden.

2018.11.27 Huby teas
© Stiftung Geißstraße

Clara Zetkin (1857-1933), geborene Eißner, war klug, mutig, unbestechlich, aber auch sehr eigenwillig. Ihre ganze politische und journalistische Arbeit widmete die Sozialdemokratin und spätere Kommunistin dem Kampf um die Frauenrechte. Unbeugsam stritt sie mit den Mächtigen, schuf den Weltfrauentag und nahm es im Deutschen Reichstag, den sie 1932 als Alterspräsidentin eröffnete, gar mit den Nationalsozialisten auf. Zetkin hieß sie nach Ossip Zetkin, einem russischen Revolutionär, mit dem sie im Pariser Exil lebte. Die beiden hatten zwei Söhne, Maxim und Konstantin, genannt Kostja. Clara Zetkin war eine politische Genossin Rosa Luxemburgs, die zu ihrer besten Freundin zählte. Friedrich Engels schätzte sie, Lenin war, solange er lebte, ihr Gesprächspartner. Aber auch der Industrielle Robert Bosch zählte zu ihren Freunden. Ab dem Jahr 1891 arbeitete sie in Stuttgart als Chefredakteurin und Herausgeberin der Zeitschrift „Gleichheit“. Sie bezog mit ihrem 19 Jahre jüngeren zweiten Mann, dem Maler Friedrich Zundel, ein Haus in Sillenbuch. Zundel trennte sich später von ihr und heiratete Paula Bosch, die Tochter des Unternehmers. Das Sillenbucher Domizil behielt Clara Zetkin bis kurz vor ihrem Tod.
Als Clara Zetkin 1933 an der Kremlmauer in Moskau beerdigt wurde, trugen Stalin und Molotow ihre Urne. 600 000 Trauernde fanden sich auf dem Roten Platz ein, um der Ikone der Frauenbewegung die letzte Ehre zu erweisen.
Ihr ganzes politische Leben lang wurde Clara Zetkin von ihren Söhnen Maxim und Kostja begleitet. Maxim wurde nach 1945 ein berühmter und hoch geachteter Mediziner in der DDR. Während Kostja sich den Kommunisten entzog, nach Amerika ins Exil ging und in Kanada starb.

Die beiden Autoren Hartwin Gromes und Felix Huby zeichnen in dem Roman CLARA ZETKIN UND IHRE SÖHNE das Leben dieser ungewöhnlichen Frau nach, wobei sie bei ihren Recherchen auf manche bisher unbekannte Quelle stießen

Clara Zetkin und ihre Söhne” ist das fünfte erzählende Buch und der dritte historisch biografische Roman nach „Die Kerners“ und „Die Schubartin“, den die Autoren Hartwin Gromes und Felix Huby vorlegen.

Download des Denkblatts zu Clara Zetkin

Pressestimmen

  • Über Huby schreibt die ZEIT: „Manchmal genügt Felix Huby schon ein Satz, um eine Figur zu Person zu machen, und seine Handhabung der Sprache ist dabei unübertroffen“
  • Der Südkurier nennt ihn „einfach einen großen Erzähler.“
  • Und im Süddeutschen Rundfunk hieß es: „Huby und Gromes – da haben sich zwei gefunden, die sich mit ihren Begabungen wunderbar ergänzen.“

Anmeldung
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Teilnahmebedingungen (Stand Juli 2022)
Wir bitten um das Tragen einer medizinischen Maske.