Protest – Konflikt – Konsens

Eine Einführung in die Lebensthemen von Ralf Dahrendorf und Jürgen Habermas

Mittwoch, 25. September 2019, 19:00 Uhr
STIFTUNG GEISSSTRASSE 7, STIFTUNGSSAAL, 1. STOCK

Nach einer kurzen biographischen Einführung zu beiden Autoren werden die Grundlagen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Konflikttheorie Ralf Dahrendorfs und der Konsenstheorie von Jürgen Habermas vorgestellt. Dies nicht nur auf der Ebene soziologischer und philosophischer Theorien, sondern im Ausgang von den gesellschaftlichen und politischen Problemen, mit denen die Autoren konfrontiert waren und in denen ihre Überlegungen ihren Ausgangspunkt fanden. Im gemeinsamen Gespräch sollen dann die Tragweite bzw. die Ergänzungs- und Veränderungsnotwendigkeit dieser Konzepte für unsere Zeit und unser politisches Handeln hier vor Ort in Stuttgart diskutiert werden.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe

Vom öffentlichen Gebrauch der Vernunft

Gerade angesichts der Polarisierungs- und Extremisierungsprozesse weltweit, des Umschlagens emotional vorgetragenen Protests in Hass und Gewalt ist eine Diskussion der Vorschläge von Dahrendorf und Habermas, auch wenn sie in deutlich anderen Zeit-Kontexten mit anderen Problemlagen verfasst wurden, von hoher Aktualität. Dies gilt auch für den 1967 in Wien gehaltenen Vortrag von Theodor W. Adorno zu „Aspekten des neuen Rechtsradikalismus“. So antwortete Adorno auf die Frage, wie es mit dem Rechtsradikalismus weitergehen werde: „Wie diese Dinge weiter gehen und die Verantwortung dafür, wie sie weitergehen, das ist in letzter Instanz an uns.“ Im gemeinsamen Gespräch will die Veranstaltungsreihe diese Handlungsaufforderung aufgreifen und diskutieren, angeregt durch die drei Autoren und bezogen auf unser städtisches Gemeinwesen, Stuttgart. Lesen Sie hier weiter.

Michael Weingarten moderiert und begleitet die Diskussion inhaltlich. Er studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Politik und Soziologie in Marburg und Frankfurt/Main. 1989 promovierte er in Philosophie zu Grundproblemen der Evolutionstheorie. Seit 1989 ist er Lehrbeauftragter im Fach Philosophie an der Universität Marburg. Von 1980 bis 1999 arbeitete er in der Arbeitsgruppe Kritische Evolutionstheorie am Forschungsinstitut Senckenberg. 2002 war er wissenschaftlicher Leiter des TheorieLabors an der Universität Jena. Bis 2019 war er Dozent für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG) als Teil des Lehramtsstudiums in Baden-Württemberg an der Universität Stuttgart.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte der Biowissenschaften, Hermeneutik und Sozialphilosophie.

Eine Veranstaltungsreihe der Stiftung Geißstraße zusammen mit dem Hannah-Arendt-Institut für politische Gegenwartsfragen Stuttgart

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