Neugestaltung des Joseph-Süß-Oppenheimer-Platz

Der Joseph-Süß-Oppenheimer-Platz in Stuttgart: Ein Schandfleck

283 Jahre sind es schon her, dass man den Joseph-Süß-Oppenheimer in Stuttgart rechtlos umgebracht hat. Und schon vor 23 Jahren haben Ignaz Bubis und OB Wolfgang Schuster eine innerstädtische Fläche bei der ehemaligen Münze nach dem Justizopfer benannt.
Doch dieser Platz ist trotz einiger bürgerschaftlicher Bemühungen geblieben, was er war: Ein schmutziger Unort, zunehmend vermüllt, widerrechtlich zugeparkt und ohne jede Aufenthaltsqualität.
So ist der Platz keine Würdigung, sondern das Abbild eines halbherzigen Umgangs mit dem prominentesten Opfer des bis heute virulenten Antisemitismus geworden:

Aktuelle Bilder zeigen die Dringlichkeit sofort tätig werden zu müssen.

Eine Benennung ohne jede Konsequenz, die Bereitstellung von Mitteln zur Platzgestaltung (898.000 Euro) durch den Gemeinderat, ohne dass die begonnenen Planungen realisiert werden.
Nachdem sich die Israelische Religionsgemeinschaft sowie Landtagspräsidentin Muhterem Aras kritisch zu dem Platz äußerten und letztere sich an den OB Frank Nopper wandte, nachdem die Stuttgarter Zeitungen das Problem thematisierten, hat die Stadtplanung nun zugesagt, erste Visualisierungen umzusetzen. Auch das Kulturamt wird sich dieses Projekts im Rahmen der städtischen Erinnerungskultur anzunehmen. Die großen Fraktionen des Gemeinderats und der Bezirksbeirat Mitte stehen hinter dem Projekt. Die Stiftung Geißstraße als langjährige Mitinitiatorin, hat ihre Unterstützung zugesagt. Es sind aber noch viele Fragen an die begonnene Planung offen. Wir meinen, dass der Platz zur Herstellung einer Aufenthaltsqualität begrünt und beschattet werden muss. Wir meinen, dass schnell begonnen werden muss, in mehreren Schritten die Beleuchtung, den Belag und ein Hygiene- und Sicherheitskonzept für den Platz umzusetzen.
Wir bitten alle Verantwortlichen, die Umgestaltung des Joseph-Süß-Oppenheimer-Platzes als einen politischen, moralischen und auch städtebaulichen Auftrag anzunehmen.
Unser Ziel ist: Ein Vierteljahrhundert nach seiner Benennung am 15.10.2023 – das wäre auch der 325. Geburtstag des Joseph Süß Oppenheimer – sollte der Platz endlich ein Ort sein, an dem Menschen sich aufhalten und erinnern können.

Lesen Sie hier unsere Stellungnahme zum gegenwärtigen Zustand des Platzes (bebildert):

Downloaden Sie hier unser Denkblatt zur Person Joseph Süß Oppenheimer:

Pressespiegel: