Wieder bitten wir Menschen mit ganz besonderem Bezug zur Stadt, zu ihrer Geschichte, ihrer Literatur, ihren Plätzen und Winkeln oder ihren Grünflächen um eine subjektive Führung, um uns Spaziergänger an ihren Kenntnissen, Vorlieben oder Abneigungen teilhaben zu lassen. Die Führungen finden jeweils nur einmal statt, jede ist ein Unikat. Wir möchten so beitragen zu einer großstädtischen Heimatkunde.
Die Führungen beginnen alle zur Marktzeit, samstags um 10 Uhr. Treffpunkt ist meist das Haus der Stiftung Geißstraße 7 beim Hans-im-Glück-Brunnen.
Im Café Deli werden Kaffee und einige kurze Erläuterungen gereicht. Dann folgt die Gruppe dem Stadtführer oder der Stadtführerin durch „sein“ oder „ihr“ Stuttgart.
Die Gänge werden unterbrochen durch Erklärungen, Gespräche, Besuche oder kurze Besichtigungen. In der Regel sind die Spaziergänger gegen Mittag wieder am Ausgangsort. Nicht mehr als 40 Spaziergänger können an den Führungen teilnehmen. Eine Anmeldung ist deshalb unbedingt erforderlich.
Ein Projekt in Kooperation mit der
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Anmeldung
Anmeldungen sind ausschließlich telefonisch über das Büro der Stiftung Geißstraße 7, 70173 Stuttgart. Eine Anmeldung per E-Mail oder Fax ist nicht möglich.
Stiftung Geißstraße
Konto 2304003
BLZ 600 501 01
BW Bank
Teilnahmebedingungen
Die telefonische Anmeldung ist erforderlich. Sie ist verbindlich und verpflichtet zur Überweisung der Teilnahmegebühr an den Veranstalter (innerhalb einer Woche nach Anmeldung). Bitte geben Sie auf der Überweisung das Datum Ihres Spaziergangs mit an. Anmeldebestätigungen werden nicht versandt. Bei Verhinderung ist die Anmeldung übertragbar. Teilnahme an der Veranstaltung auf eigene Gefahr!
Hinweis
Sollte die Veranstaltung abgesagt werden müssen, werden die eingegangenen Teilnahmegebühren umgehend zurückerstattet. Weitere Ansprüche an den Veranstalter bestehen nicht.
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Roland Müller
Samstag, 13. März 2010, 10 Uhr
Zu Orten des Naziterrors
Dr. Roland Müller hat sich wie kein Zweiter als Historiker und engagierter Leiter des Stadtarchivs Stuttgart mit der Geschichte Stuttgarts im Dritten Reich beschäftigt. Er führt uns an Schauplätze des Unrechts und Terrors sowie an Orte, die für den Alltag des lokalen NS-Herrschaftssystems stehen. Aber auch an Stätten des Gedenkens, an diese unrühmlichen 12 Jahre der Stadtgeschichte.
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Timo Brunke
Samstag, 20. März 2010, 10 Uhr
Mein poetisches Stuttgart
Poesie ist für Timo Brunke die intensivste Form der Verständigung. Der Wortkünstler, Leiter der Sprachwerkstatt am Literaturhaus und Begründer des Stuttgarter Poetry Slams hat seine „Heimatstadt Hengstgart“ mehrfach aufs Unterhaltsamste verdichtet. Er nimmt uns mit auf einen Spaziergang durch die Stadt, deren Poesie er kritisch, satirisch und immer verbalartistisch spiegelt.
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Friedrich Pfäfflin
Samstag, 27. März 2010, 10 Uhr Hoppenlaufriedhof
Friedhof der toten Dichter
Treffpunkt: Max-Kade-Haus, Haupteingang
Dr. Friedrich Pfäfflin leitete über viele Jahr das Schiller Nationalmuseum in Marbach und rückte den Beitrag Schwabens zur Geistesgeschichte durch Ausstellungen und Publikationen ins öffentliche Bewusstsein. Auf dem Hoppenlaufriedhof sind zahlreiche Dichter und Denker begraben, die Schwaben und die schwäbische Mentalität geprägt haben. Pfäfflin hat diesen Friedhof erforscht und beschrieben und nimmt uns mit auf einen Gang durch die Gräber.
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Hasko Weber
Samstag, 12. Juni 2010, 10 Uhr
Mein Stadt-Theater Stuttgart
Hasko Weber, Intendant des Schauspiels Stuttgart, ist mit seinem Theater in der Landeshauptstadt programmatisch längst erfolgreich angekommen. Deren sozialen Eigenheiten und Verwerfungen hat er vielfach auf die Bühne des Staatstheaters geholt und sie an ihrer eigenen Topografie versinnbildlicht – zuletzt in der Reihe „Stäffele to heaven“. Er nimmt uns mit auf den subjektiven Gang des Theatermachers durch die Stadt, die ihm Wohnort, Trägerin des Theaters und Themenlieferantin gleichzeitig ist.
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Thekla Walker mit Barbara Drescher
Samstag, 3. Juli 2010, 10 Uhr
Natur in Stuttgart
Großstädte sind verschrieen als tote Steinwüsten, aus der die Natur völlig vertrieben wurde und höchstens noch in Parks konserviert wird. Thekla Walker, Naturpädagogin, und die Landschaftsplanerin Barbara Drescher, die an der Biotopkartierung der Stadt Stuttgart mitgewirkt hat, nehmen uns mit auf einen Gang durch die Stadt, auf dem es überraschend viele und vielfältige Pflanzen und Tiere zu entdecken gibt, wo man sie nicht vermutet. Der Weg führt uns durch die „Kulturfelsen“ der Innenstadt, am Nesenbach entlang, durch den Schlossgarten bis zur Mündung in den Neckar am Schwanenplatz.