Hannah Arendt

Weiterdenken mit Hannah Arendt.
Hannah-Arendt-Institut für politische Gegenwartsfragen

jeden 4. Donnerstag eines Monats
Stiftung Geißstraße, Stiftungssaal, 1. Stock

Diese Prozesse werfen die Frage nach einem neuen Verständnis von Bürgerschaftlichkeit auf. Es ist daher dringend, solche gesellschaftlichen Reflexionsprozesse sowohl zu vertiefen als auch kritisch zu begleiten, auch um populistischen Schwarz-Weiß-Denken entgegen zu treten. In diesem Zusammenhang eine Einrichtung geplant, die die Möglichkeit bietet, politische Fragen, die sich aus aktuellen Praxen der Zivilgesellschaft stellen, aufzugreifen, zu vertiefen und öffentlich zu thematisieren und zu reflektieren.

Eine Kooperation des Hannah-Arendt-Instituts für politische Gegenwartsfragen, der AnStifter und der Stiftung Geißstraße

Warum Hannah Arendt?

Hannah Arendt war eine politische Denkerin, die sich unabhängig von politischen und wissenschaftlichen Traditionen sowie disziplinären Engführungen verstand. Dreh- und Angelpunkt ihres Denkens war die Frage nach einer größtmöglichen politischen Partizipation der Bürgerinnen und Bürger. Sie suchte nach bürgerschaftlichen Organisationsformen, die diesen Kriterien entsprachen, wandte sich gegen jegliche dogmatische Parteipolitik und stellte Handeln nicht als instrumentelles Tun, sondern – im Sinne des Aristotelischen Verständnisses von Praxis – als “Zweck an sich”, als “wirkliche Bewegung” ins Zentrum ihrer politischen Überlegungen. Arendt entwickelte ein Politikverständnis, wonach Politik vom Tun der Bürgerinnen und Bürger, Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Zuwandernden ausgeht – und nicht von staatlichen Strukturen oder Parteien. Ihrem Verständnis nach geschieht Politik zwischen Menschen, die sich zwar als verschiedene, aber dennoch gleichberechtigte Personen anerkennen und auf dieser Grundlage gemeinsam handeln. Eine so verstandene Politik birgt “das inhärente Versprechen”, “dass die Menschen die Welt verändern können”. Der Sinn von Politik, so Arendt, ist Freiheit.

Termine
Beginn 19:30 Uhr, Ende 21:00 Uhr

26. Januar 2017
Wahrheit und Lüge in der Politik
23. Februar 2017
Israel und Palästina
30. März 2017
Arendt und Marx

Vergangene Termine:
23. Juni
Zur Einführung: Die Lücke zwischen Vergangenheit und Zukunft
28. Juli
Wir Flüchtlinge
22. September
Republikanismus und/oder Demokratie
27. Oktober
Soziale Bewegungen: totalitär oder emanzipatorisch
Unterscheidungsmerkmale Hannah Arendts
24. November
Der Sinn von Politik ist Freiheit

Grundlage für jede Veranstaltung, die Seminarcharakter hat, ist ein bestimmter Text Hannah Arendts, den die Teilnehmer idealerweise gelesen haben um ihn dann gemeinsam zu diskutieren. Als Einführende in die Themen und Moderatoren der Veranstaltungen bieten sich bislang an:
Dr. Daniel Hackbarth, Dr. Annette Ohme-Reinicke, Prof. Dr. Michael Weingarten, gemeinsam und im Wechsel.

Eine Kooperation des Hannah-Arendt- Instituts für politische Gegenwartsfragen, der AnStifter, des Württembergischen Kunstvereins und der Stiftung Geißstraße.

Bitte melden Sie sich an, da wir nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen haben. Wir bitten um Spenden. Vielen Dank.