
Max Ackermann war ein herausragender Wegbereiter der abstrakten Malerei, der in seiner Heimatstadt Stuttgart noch unzureichend wahrgenommen wird.

Der Schauspieler Fritz Wisten war der Liebling des Stuttgarter Publikums am Württembergischen Landestheater zur Zeit der Weimarer Republik. Nur weil er aus einer jüdischen Familie stammte, wurde er gleich nach der Machtergreifung 1933 von der Rampe des Landestheaters vertrieben.

Welche charismatische Kraft hat diese junge Frau ausgestrahlt! Ihr kurzer Lebensweg führt sie vom jüdischen Elternhaus in der Stuttgarter Wanderstraßen in linke Zirkel, zu Flugblattaktionen gegen die Nationalsozialisten, ins Exil nach Paris, als Fotografin und sozialistische Demokratin zusammen mit Robert Capa in den Spanischen Bürgerkrieg.
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1903 und 1906 beginnen in Stuttgart zwei Lebensläufe, wie sie unfasslicher und gegensätzlicher nicht sein können. Der von Fritz Bauer aus der Seestraße, Sohn einer angesehenen jüdischen Familie. Und der des Kleinbürgersohns Wilhelm Boger aus Zuffenhausen.

Der Stuttgarter Zigarettenfabrikant mit sozialer Weitsicht begründete zusammen mit Rudolf Steiner die Waldorfschulen.
Nach der Wende vom 19. zum 20. Jhdt. wurden im beschaulichen Stuttgart zukunftsweisende soziale und kulturelle Konzepte erdacht und umgesetzt. Im Vergleich zum Bankier und Sozialreformer Eduard Pfeiffer oder dem Fabrikanten Robert Bosch wurde die Bedeutung Emil Molts noch zu wenig gewürdigt.

Gregor Gog, „König der Vagabunden“ – wie er von der Presse genannt wird – ist der Wegbereiter der internationalen Vagabundenbewegung, die Pfingsten 1929 im Stuttgarter Vagabundenkongress ihren Höhepunkt findet.

Schon zu Kaisers Zeiten organisierte die schwäbische Frau Kommerzienrat Hähnle von ihrer Stuttgarter Villa in der Jägerstraße aus den ersten modernen Naturschutzverband, den Bund für Vogelschutz.

Krauss ist einer der bedeutendsten Romanisten im 20. Jahrhundert. Krisen, Brüche, Verletzungen und Rätsel weist seine Biografie auf.
Sein Wahlspruch war: „Werde, was du nicht bist!“