
Zum 100-jährigen Jubiläum ist im Karl Krämer Verlag die Publikation »Inszeniertes Glück« mit Beiträgen von Michael Kienzle, Bernd Langner, Herbert Medek und Fotografien von Kai Loges erschienen. Außerdem sind darin zahlreiche, erstmals publizierte historische Abbildungen enthalten. Das Buch richtet sich an alle, die an der Geschichte der Stadt Stuttgart interessiert sind. Es stellt das Sanierungsprojekt und seine Hintergründe ausführlich
vor und ermöglicht es dem Leser, das Quartier um den Hans-im-Glück-Brunnen neu zu entdecken.

Max Ackermann war ein herausragender Wegbereiter der abstrakten Malerei, der in seiner Heimatstadt Stuttgart noch unzureichend wahrgenommen wird.

Der Schauspieler Fritz Wisten war der Liebling des Stuttgarter Publikums am Württembergischen Landestheater zur Zeit der Weimarer Republik. Nur weil er aus einer jüdischen Familie stammte, wurde er gleich nach der Machtergreifung 1933 von der Rampe des Landestheaters vertrieben.

Welche charismatische Kraft hat diese junge Frau ausgestrahlt! Ihr kurzer Lebensweg führt sie vom jüdischen Elternhaus in der Stuttgarter Wanderstraßen in linke Zirkel, zu Flugblattaktionen gegen die Nationalsozialisten, ins Exil nach Paris, als Fotografin und sozialistische Demokratin zusammen mit Robert Capa in den Spanischen Bürgerkrieg.
Foto © Copyright – Irme Schaber

1903 und 1906 beginnen in Stuttgart zwei Lebensläufe, wie sie unfasslicher und gegensätzlicher nicht sein können. Der von Fritz Bauer aus der Seestraße, Sohn einer angesehenen jüdischen Familie. Und der des Kleinbürgersohns Wilhelm Boger aus Zuffenhausen.

Garry (Gerhard) Fabian, 1934 in Stuttgart geboren, wurde in das KZ Theresienstadt verschleppt. Er und seine Eltern überlebten das KZ und wanderten nach Australien aus. Seine Erinnerungen sind jetzt als Buch unter dem Titel “Blick zurück” erschienen.

Als Kinder sind Inge Auerbacher und Garry Fabian 1942 nach Theresienstadt deportiert worden. 61 Jahre später kehren sie für zwei Tage dorthin zurück. Stuttgart – Theresienstadt: Eine Fahrt die einst für tausende von Menschen zur letzten wurde.

Der Stuttgarter Zigarettenfabrikant mit sozialer Weitsicht begründete zusammen mit Rudolf Steiner die Waldorfschulen.
Nach der Wende vom 19. zum 20. Jhdt. wurden im beschaulichen Stuttgart zukunftsweisende soziale und kulturelle Konzepte erdacht und umgesetzt. Im Vergleich zum Bankier und Sozialreformer Eduard Pfeiffer oder dem Fabrikanten Robert Bosch wurde die Bedeutung Emil Molts noch zu wenig gewürdigt.