Denkmalstreit Bitte vormerken!
Debatte.
Eine Stuttgarter Agentur baut in Berlin ein Denkmal für die Einheit. Das finden nicht alle gut. Heute Abend kann darüber diskutiert werden.
Braucht die Hauptstadt Berlin zusätzlich zum Brandenburger Tor ein Denkmal, das an die deutsche Einheit erinnert? Über diese Frage kann man geteilter Meinung sein, doch der Deutsche Bundestag hat es auf Initiative früherer DDR-Bürgerrechtler nun mal so beschlossen. Nach vielem Hin und Her hat die Stuttgarter Agentur Milla & Partner im April den Wettbewerb der Bundesregierung um den besten Denkmalentwurf gewonnen. Die Idee einer vom Volk begehbaren und beweglichen großen Schale – Motto: „Bürger in Bewegung” – ist in Zusammenarbeit mit der Choreografin Sasha Waltz entstanden. Das Objekt soll mitten im Herzen Berlins am Spreeufer gebaut werden.

Foto: Milla&Partner
Viel Lob, aber auch viel Kritik hat es am Entwurf von Milla & Partner gegeben. Wobei „Kritik” ein bisschen vornehm ausgedrückt ist: In den Feuilletons der überregionalen Presse war Spott und Häme zu lesen. Auf Initiative der Stiftung Geißstraße diskutieren über das Denkmal heute im Haus der Geschichte Johannes Milla und Sebastian Letz von der Agentur, die Stuttgarter Historiker Wolfram Pyta und Thomas Schnabel sowie Michael Kienzle von der Stiftung.
Termin:
Heute, 19 Uhr, im Haus der Geschichte, Konrad-Adenauer-Straße 16, Otto-Borst-Saal